Basenüberschüssige Ernährung - Die Praxisanleitung

Wie versprochen erzähle ich euch heute mehr darüber, wie man sich basenüberschüssig ernährt, was es zu beachten gibt, und welche Fehler es zu vermeiden gilt.

 

Zunächst einmal ist wichtig, dass der Geschmack und der pH-Wert eines Lebensmittels nichts damit zu tun haben, ob dieses Lebensmittel sauer oder basisch verstoffwechselt wird. Eine Zitrone zum Beispiel schmeckt sauer, wird im Körper aber basisch verstoffwechselt, das heißt, bei der Verdauung der Zitrone entstehen im Körper Basen.

 

Außerdem gibt es nicht nur säure- und basenbildende Lebensmittel, sondern auch solche, die als neutral gelten.

 

80-20-Regel und Basentage

Wie bereits im letzten Blogpost angedeutet, sollte eine gesunde Ernährung zu 80% aus basenbildenden und neutralen Lebensmitteln bestehen und zu 20% aus (gesunden!) Säurebildnern.

 

Wie ich das umsetze? Ich achte bei meinen Mahlzeiten darauf, dass der Teller zu 80% mit Basenbildnern/neutralen Lebensmitteln gefüllt ist und zu 20% mit gesunden Säurebildnern. Das klappt ganz gut. Und wenn mal bei einer Mahlzeit die Säurebildner überwiegen, dann überwiegen dafür bei einer anderen Mahlzeit wieder die Basenbildner. Außerdem lege ich zwischendurch immer mal wieder einen Basentag ein – also einen Tag, an dem ich mich nur von Basenbildnern ernähre. Zum Beispiel nach den Weihnachtsfeiertagen tut so ein Tag dem Körper extrem gut :-)

 

Säure-Basen-Tabelle

Folgender Tabelle könnt ihr einige Beispiele entnehmen, welche Lebensmittel Säurebildner, welche Basenbildner und welche neutral sind:

 

Basenbildner Neutrale Lebensmittel Säurebildner

Gemüse

Obst

Pilze - natürlich nur essbare ;-)

Kräuter

grüne Bohnen

Haselnüsse

Honig

Wasser

Kräutertee

Obst-/Gemüsesäfte

Molke

trockener Weißwein

Rotwein

...

hochwertige (!), kaltgepresste (!) pflanzliche Öle

Buttermilch

Kefir

...

Fleisch

Wurst(-waren)

Fisch

Käse

Eier

Getreide, Brot

Reis, Nudeln, Amaranth, Quinoa

Milch

Milchprodukte (außer Molke und Kefir)

Nüsse (außer Haselnüsse)

Kerne

Hülsenfrüchte (außer grüne Bohnen)

Helles Bier

Softdrinks wie Cola, etc.

Kaffee, Espresso

Süßigkeiten

Schwarztee, Grüntee, Rotbuschtee

...

Falls ihr es noch genauer wissen wollt, dann schaut euch doch mal folgende Übersicht an: http://www.saeure-basen-forum.de/pdf/IPEV-Nahrungsmitteltabelle.pdf

 

Dort werden die sogenannten PRAL-Werte der einzelnen Lebensmittel dargestellt – ein PRAL-Wert größer als Null steht für „säurebildend“ und ein PRAL-Wert kleiner als Null für „basenbildend“. Der Vorteil dieser Liste ist, dass ihr auch unterscheiden könnt, wie stark säure- bzw. basenbildend die einzelnen Lebensmittel sind. Aber lasst euch nicht ins Bockshorn jagen – diese Werte beziehen sich immer auf 100 g des jeweiligen Lebensmittels. Weintrauben haben zum Beispiel einen PRAL-Wert von -3,9, wohingegen Rosinen (getrocknete Weintrauben) einen PRAL-Wert von -21,0 aufweisen. Das liegt daran, dass die Weintrauben im Vergleich zu Rosinen noch Wasser enthalten. 100 g Weintrauben sind daher schneller gegessen als 100 g Rosinen.

 

Gute und schlechte Säurebildner

Zum Schluss ist noch ganz wichtig, dass ihr zwischen guten und schlechten Säurebildnern unterscheidet, jedoch auch zwischen guten und schlechten Basenbildnern.

 

Dass diese Unterschiede nicht mal eben so in einem Satz erklärt sind, das stelle ich gerade erst jetzt beim Schreiben fest :-) Am einfachsten könnte man es vielleicht wie folgt beschreiben: alle Dinge, die als ungesund gelten, sind als „schlecht“ einzustufen – bei den Säurebildnern zum Beispiel Softdrinks und herkömmliche Süßigkeiten (ich schreibe „herkömmlich“, da es durchaus auch gesunde Naschereien gibt!). Als „gut“ wiederum sind die Lebensmittel einzustufen, die als gesund gelten – bei den Säurebildnern zum Beispiel Vollkornreis. Dieser führt zwar zur Säurebildung im Körper, liefert aber allerhand Nährstoffe wie Mineralien und Vitamine.

 

Dass diese Erklärung erst mal nicht ganz so befriedigend sein mag, leuchtet mir ein. Aber ich verspreche euch: wenn ihr euch in den folgenden Blogposts meine weiteren Ernährungsgrundsätze anschaut, dann dürftet ihr schnell ein Gespür dafür entwickeln, was als „gut“ und was als „schlecht“ einzustufen ist.

 

Bis bald!

 

Eure Sabine

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sina (Mittwoch, 27 Juli 2016 21:57)

    Ich werde deine Einträge gespannt weiter verfolgen :)