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Vollwerternährung in der Praxis

In der folgenden Tabelle habe ich für euch einige Punkte zusammengefasst, die ich persönlich im Rahmen der Umsetzung der Vollwerternährung befolge bzw. die ich vermeide. Die Liste ist nicht vollständig und es gibt natürlich immer noch Dinge, die man verbessern kann. Wenn ihr noch Ideen oder Erfahrungen habt, dann ab damit in die Kommentare :-)

 

:-) :-(
  • Lebensmittel unverarbeitet kaufen und selbst (auf schonende Weise) zubereiten
  •  Konserven"futter"
  • Pflanzliche Lebensmittel bevorzugen: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, und so weiter
  • zu viele tierische Produkte wie Fleisch, Wurst (die wird oft unter den Teppich gekehrt bei der Überlegung, wie viel tierische Produkte man zu sich nimmt), Fisch, Käse,... (diese Produkte sind nicht per se ungesund, in Maßen sind einige von ihnen Teil des Konzepts der Vollwerternährung)
  • bei Getreidewaren die Vollkornvariante bevorzugen
  • Auszugsmehle (Weißmehle)
  • natürliche/wenig verarbeitete Produkte zum Süßen verwenden (z.B. Datteln, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft,...) bzw. auch hier die "volle" Variante des Zuckers (Vollrohrzucker) bevorzugen, wenn man nicht auf ihn verzichten mag
  • raffinierter (weißer) Zucker oder Rohrohrzucker
  • Kauf von Bio-Produkten (aber Vorsicht, "bio" ist nicht gleich "bio" und muss nicht automatisch gesund sein und den Prinzipien der Vollwerternährung entsprechen, daher lasse ich auch im Bio-Laden einige Produkte links liegen)
  • das Billigste vom Billigsten im Discounter kaufen (das soll nicht bedeuten, dass teure Produkte automatisch besser sind, aber wer sich ein bisschen damit beschäftigt, wie Lebensmittel hergestellt werden und wie viel Zeit und Ressourcen investiert werden müssen um gesunde (!) Lebensmittel herzustellen, dem wird automatisch einleuchten, dass ein Hähnchen für 1,99 € oder 1 Kilo Tomaten für 0,49 € schlichtweg nicht gesund sein können)
  • regionale und saisonale Produkte bevorzugen oder noch besser Lebensmittel aus dem eigenen Garten bzw. vom eigenen Balkon frisch geerntet verwenden
  • Lebensmittel zur falschen Zeit kaufen (zum Beispiel Tomaten und Erdbeeren im Winter oder Vergleichbares)
  • immer Stofftaschen beim Einkaufen dabei haben (wir haben zum Beispiel auch für den Einkauf beim Bäcker eine extra Stofftasche, so dass nicht jedes Mal wieder eine Papiertüte nach 5-minütigem Gebrauch im Müll landet)
  •  Plastiktüten (ohne Mehrfachverwendung)
  • so wenig Verpackungsmüll wie möglich produzieren (zwei Äpfel müssen zum Beispiel nicht extra nochmal in eine Plastiktüte verpackt werden; auf die in Plastik eingeschweißte (Bio-)Gurke lieber mal verzichten)
  •  zu viel Verpackungsmüll produzieren oder unterstützen

 

Natürlich esse auch ich zwischendrin mal eine Semmel aus Weißmehl oder ein Stück Kuchen mit weißem Zucker, oder habe zum Beispiel Bohnen im Glas vorrätig, da es einfach manchmal schnell gehen muss und das Einweichen und Kochen der Bohnen Planung und Zeit beansprucht. Die Grundsätze der Vollwerternährung sind als Empfehlungen zu verstehen und NICHT als strikte Regeln oder Verbote.

Wenn wir alle im Großen und Ganzen mehr auf die Umsetzung dieser Grundsätze achten, dann können wir viel verändern – sowohl bezüglich unserer (Um-)Welt als auch bezüglich unserer Gesundheit.

 

Und jetzt freue ich mich auf eure Tipps, Anregungen und Erfahrungsberichte.

 

P.S.: Zum Thema „Verbote“ noch kurz ein paar Worte. Wer abnehmen möchte, der sollte sich auf keinen Fall strikte Verbote auferlegen – macht euch bewusst, WAS und WIE VIEL davon ihr gerade esst. Ein oder zwei Stücke Schokolade, BEWUSST gegessen, helfen langfristig beim Abnehmen mehr als das totale Verbot.

 

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Astrid (Freitag, 02 September 2016 19:42)

    Hallo Sabine,
    Danke für die Tabelle. Als Ergänzung zum Suessen der Speisen habe ich selbst noch Apfelsirup vom Bioladen ausprobiert.
    Hochwertige Fette zum Kochen und Braten. Ich benutze seit einiger Zeit Gheebutter für das Braten.
    Ich ernähre mich ähnlich wie Du und versuche Weiss Mehl zu reduzieren.
    In Aufläufe oder Nudelsalat kommen auch schon viel Vollkornnudeln dazu. Kann ja auch gemischt werden. Aber ich finde sie mittlerweile auch lecker.
    Es gibt richtig tolle Sachen.
    Lieben Dank für deinen Blog.
    Eben habe ich leider zu früh abgedrückt, so dass Du den anderen Kommentar ruhig von mir löschen kannst. Lg Astrid

  • #2

    Gemüsehimmel (Samstag, 03 September 2016 06:33)

    Hallo Astrid, es freut mich, dass dir mein Blog gefällt und vor allem freue ich mich auch über deine Rückmeldung! Die Fette sind auf jeden Fall ein sehr, sehr wichtiges Thema - deshalb gibt's dazu noch einen separaten Blogpost. Aber ich will noch nicht zu viel verraten :-) Liebe Grüße, Sabine

  • #3

    Sina (Samstag, 03 September 2016 13:56)

    Hallo liebe Sabine, mal wieder ein toller Blogpost von Dir! Die Tabelle ist super! :) Genauso 'versuche' ich mich auch zu ernähren bzw. schaffe es auch. Auf ein paar Dinge muss/will ich aber zukünftig noch mehr achten, beispielsweise beim Einkaufen immer Stofftaschen mitzunehmen (der Wille ist da, ich vergesse es nur andauernd) und auch auf die Saisonalität der Lebensmittel zu achten. Dein Statement zum Thema Verbote kann ich zu 100% befürworten! Ich kann aus Erfahrung sagen, dass das stimmt. Wenn ich Lust auf Schokolade oder dergleichen habe, gönne ich mir auch mal ein paar Stücke. Aber dann esse ich sie bewusst und genieße :)
    Liebe Grüße, Sina

  • #4

    Sonja (Montag, 10 Oktober 2016 23:19)

    Liebe Sabine,

    der von Dir vorgestellte Rahmen der Vollwerternährung, erinnert mich von den Inhalten
    stark an das Clean Eating Konzept. Super finde ich ausserdem, dass der Verpackungsmüll und Plastikwahnsinn zusätzlich Berücksichtigung finden.

    Viele Grüße
    Sonja

    PS.: Ich finde Deine Blognamen total gut :-)

  • #5

    Gemüsehimmel (Dienstag, 11 Oktober 2016 08:16)

    Liebe Sonja,

    vielen lieben Dank :-) Ja da hast du vollkommen recht! Als ich damals das Konzept "Clean Eating" zum ersten mal angeschaut habe, dachte ich mir gleich, dass das doch sehr stark an die Vollwerternährung erinnert. Da hat jemand durchschaut, dass sich der moderne Name "Clean Eating" besser vermarkten lässt als das "eingestaubte" Vollwertkonzept :-)
    Viele Grüße, Sabine