Clean Eating - Wie ich mich frisch und natürlich ernähre

Gut erholt bin ich aus dem Urlaub zurück und kann euch meinen neuen Blogpost präsentieren. Es geht weiter mit dem vierten Punkt meiner Ernährungsprinzipien und dieser lautet: 

#4: Ich ernähre mich so frisch und natürlich wie möglich

 

Denn Frische und Natürlichkeit sind für eine gesunde Ernährung einfach grundlegend. Wem das zu unspektakulär klingt, der kann sich auch einfach auf den neuen Trendbegriff „Clean Eating“ berufen, der im Grunde genau das aussagt.

 

Was genau bedeutet "frisch"?

Im Idealfall habt ihr einen Garten oder Balkon, wo ihr euer Gemüse und Obst selbst anbaut und es somit kurz nach der Ernte so wenig verarbeitet wie möglich in euren Mägen landet. Wem das nicht möglich ist (vermutlich einem größeren Teil unter euch), sollte darauf achten Gemüse und Obst so frisch wie möglich zu kaufen - zum Beispiel auf dem Wochenmarkt bei regionalen Produzenten, aber auch Bioläden, teilweise auch Supermärkte, bieten sehr oft regionale Produkte an. „Dosenfutter“ und Ähnliches fallen nicht unter die zu empfehlenden Lebensmittel. Dort haben schon viel zu viele Verarbeitungsschritte stattgefunden, so dass nicht mehr von Frische gesprochen werden kann. Ebenso kann dabei in den wenigsten Fällen noch von Natürlichkeit gesprochen werden.

 

Was genau bedeutet "natürlich"?

Ihr ahnt es wahrscheinlich schon. Abgeleitet vom Begriff ‚Natur‘ geht es darum, dass die Lebensmittel so entstanden sind, wie sie auch in der freien Natur ohne Zutun von uns Menschen entstanden wären. Zur Verdeutlichung vielleicht folgendes Beispiel: ließe man einen Brokkoli im Garten stehen, so würde er zu blühen beginnen und würde Samen ausbilden, welche zur Erde fallen und so im darauffolgenden Jahr wieder Brokkolipflanzen hervorbringen würden – eine Dose Ravioli habe ich jedoch noch nie irgendwo wachsen sehen :-)

 

Ebenso sind Pestizide und Kunstdünger nicht natürlich, weshalb ich so gut wie immer (außer wenn es gar nicht anders geht, was aber selten der Fall ist) „bio“ kaufe. Welche Biosiegel ich bevorzuge verrate ich euch noch zu einem späteren Zeitpunkt.

 

‚Natürlich‘ bedeutet auch, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind wie  zum Beispiel Geschmacksverstärker, Aromen oder Ähnliches, da dies alles in der Natur nicht vorkommt. Wenn ihr auf den Punkt ‚Frische‘ achtet, dann hat sich das mit den Zusatzstoffen aber eigentlich sowieso schon fast erledigt. Auch zum Thema Zusatzstoffe habe ich für die Zukunft noch einen separaten Blogpost für euch geplant, denn dieses Thema finde ich persönlich ziemlich heikel und höchstspannend.

 

Eigenes Gemüse in der Großstadt?

Ich persönlich bin seit 2 Jahren zusammen mit meinem Freund stolze Pächterin einer Parzelle in einem sogenannten „Krautgarten“. Der Krautgarten ist ein großer Acker, der in Parzellen eingeteilt wurde, wo jeder Pächter nach Lust und Laune sein eigenes Bio-Gemüse anbauen kann. Hier in München gibt es in ganz vielen Stadtteilen diese Möglichkeit. Unsere Parzelle ist 60 m² groß und wir bauen dort bunt gemischt von Tomaten und Gurken über Karotten und Rote Bete bis hin zu Mais und verschiedenen Kohlsorten unser Gemüse selbst an. Von Ende Juni bis einschließlich Oktober ist unsere Ernte so groß, dass wir gemüsetechnisch überhaupt nichts mehr zukaufen müssen, was uns immer sehr stolz macht :-) Und frisch geerntet schmeckt’s einfach am besten!

 

Jeder noch so kleine Balkon bietet schon die Möglichkeit ein paar Sachen selbst anzubauen – und wenn es nur verschiedene Kräuter sind, mit denen man mehr Würze ins Essen bringt.

 

Weniger ist Mehr

Der Eigenanbau hat neben der Tatsache, dass man weiß ‚was drin ist‘ auch noch einen weiteren großen Vorteil: man lernt den Wert von Lebensmitteln wieder zu schätzen, da man sieht wie viel Arbeit im Anbau von hochwertigem Biogemüse steckt und welche Probleme dabei aufkommen können. Durch unsere „Billig“- und „Geiz-ist-geil“-Kultur ist vielen von uns die Wertschätzung von (nicht nur) Lebensmitteln leider abhandengekommen. Ich nehme mich da selbst nicht aus. Vor 10 Jahren war ich auch noch großer Fan vom Einkauf im Discounter. Wo sonst kann man so einfach sparen wie an Lebensmitteln, damit mehr Geld für andere Konsumartikel (die man eigentlich gar nicht braucht) übrig bleibt? Bis ich dann schmerzlich erfahren musste, dass das der falsche Weg ist. Ist die Gesundheit erst mal verloren, dann nützt einem auch das 50. Paar Schuhe nichts mehr. Weniger ist mehr!

 

Ich bin sehr froh, dass in der letzten Zeit bei immer mehr Menschen allmählich ein Umdenken in diesem Bereich stattfindet und immer mehr Menschen wieder Wert auf eine gesündere Ernährung legen und Interesse dafür aufbringen. Angesichts der riesigen Zahl an Nicht-Gesunden und Übergewichtigen findet dieser Prozess aber immer noch bei viel zu Wenigen statt und ich hoffe, dass mein Blog ein wenig dazu beitragen kann, dies zu ändern :-)

 

 

 

Alles Liebe für euch, bleibt gesund und freut euch auf den nächsten Teil!

 

Eure Sabine

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Daphne (Freitag, 09 Dezember 2016 22:21)

    Wie wahr,auch ich lerne stetig dazu! Immer wieder interessant...