Grundlagen Teil 7: Clean Eating - Wie ich mich frisch und natürlich ernähre

Nach einem wunderbar erholsamen Urlaub geht es hier weiter mit dem vierten Punkt meiner Ernährungsprinzipien und dieser lautet:

 

Grundsatz #4: Ich ernähre mich so frisch und natürlich wie möglich

 

Frische und Natürlichkeit sind für eine gesunde Ernährung einfach absolut grundlegend. Wem das zu unspektakulär klingt, der verwendet einfach den Trendbegriff „Clean Eating“ und ist damit up-to-date ;-)

 

Was genau bedeutet "frisch"?

Im Idealfall hast du einen Garten oder Balkon, wo du dein Gemüse und Obst selbst anbaust und es somit kurz nach der Ernte so wenig verarbeitet wie möglich in deinem Magen landet. Wenn dir das nicht möglich ist, dann achte darauf Gemüse und Obst so frisch wie möglich zu kaufen - zum Beispiel auf dem Wochenmarkt bei regionalen Bio-Produzenten, aber auch Bioläden und teilweise Supermärkte bieten sehr oft regionale Bioprodukte an.

„Dosenfutter“ und Fertiggerichte fallen nicht unter die zu empfehlenden Lebensmittel. Dort haben schon viel zu viele Verarbeitungsschritte stattgefunden, so dass nicht mehr von Frische gesprochen werden kann. Ebenso kann dabei in den wenigsten Fällen noch von Natürlichkeit gesprochen werden.

 

Was genau bedeutet "natürlich"?

Wahrscheinlich ahnst du es schon. Abgeleitet vom Begriff Natur geht es darum, dass die Lebensmittel so entstanden sind, wie sie auch in der freien Natur ohne Zutun von uns Menschen entstanden wären. Zur Verdeutlichung vielleicht folgendes Beispiel: ließe man einen Brokkoli im Garten stehen, so würde er zu blühen beginnen und würde Samen ausbilden, welche zur Erde fallen. Im darauffolgenden Jahr entstehen aus diesen Samen neue Brokkolipflanzen.

Alles, was nicht diesem natürlichen Kreislauf entspricht, ist  verarbeitet und erfüllt nicht das Kriterium der Natürlichkeit. Eine Dose Ravioli zum Beispiel. Aber auch ein Päckchen Nudeln.

 

Ebenso sind Pestizide und Kunstdünger nicht natürlich, weshalb ich so gut wie immer (seltene Ausnahmen bestätigen die Regel) biologisch angebaute Produkte kaufe. Welche Biosiegel ich bevorzuge verrate ich dir noch zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Natürlich bedeutet auch, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind wie  zum Beispiel Geschmacksverstärker, Aromen oder Ähnliches, da all das in der Natur nicht vorkommt. Wenn du auf den Punkt Frische achtest, dann hat sich das mit den Zusatzstoffen aber eigentlich sowieso schon fast erledigt. Auch zum Thema Zusatzstoffe habe ich für die Zukunft noch einen separaten Blogpost geplant, denn dieses Thema finde ich persönlich ziemlich heikel und höchstspannend.

 

Eigenes Gemüse in der Großstadt?

Ich persönlich bin seit 2 Jahren zusammen mit meinem Freund stolze Pächterin einer Parzelle in einem sogenannten „Krautgarten“. Der Krautgarten ist ein großer, in einzelne Parzellen aufgeteilter Acker, wo jeder Pächter nach Lust und Laune sein eigenes Bio-Gemüse anbauen kann. Hier in München gibt es in ganz vielen Stadtteilen diese Möglichkeit. Unsere Parzelle ist 60 m² groß und wir bauen dort bunt gemischt von Tomaten und Gurken über Karotten und Rote Bete bis hin zu Mais und verschiedenen Kohlsorten unser Gemüse selbst an. Von Ende Juni bis einschließlich Oktober ist unsere Ernte so groß, dass wir gemüsetechnisch überhaupt nichts mehr zukaufen müssen, was uns immer sehr stolz macht :-) Und frisch geerntet schmeckt’s einfach am besten!

 

Jeder noch so kleine Balkon bietet schon die Möglichkeit ein paar Sachen selbst anzubauen – und wenn es nur verschiedene Kräuter sind, mit denen man mehr Würze und übrigens auch viele wertvolle Inhaltsstoffe ins Essen bringt. Für das Ziehen von eigenen Sprossen, die reine Nährstoffbomben sind, reicht sogar nur ein Fensterbrett aus.

 

Weniger ist Mehr

Der Eigenanbau hat neben der Tatsache, dass man weiß, was drin (und drauf) ist, auch noch einen weiteren großen Vorteil: man lernt den Wert von Lebensmitteln wieder zu schätzen. Man erkennt, wie viel Arbeit im Anbau von hochwertigem Biogemüse steckt und welche Probleme dabei aufkommen können.

Durch unsere „Billig"- und „Geiz-ist-geil“-Kultur ist vielen von uns die Wertschätzung von (nicht nur) Lebensmitteln leider abhandengekommen. Ich nehme mich da selbst nicht aus. Vor 10 Jahren war ich auch noch ein großer Fan vom Einkauf im Discounter. Wo sonst kann man so einfach sparen wie an Lebensmitteln, damit mehr Geld für andere Konsumartikel (die man eigentlich gar nicht braucht) übrig bleibt? Bis ich dann schmerzlich erfahren musste, dass das der falsche Weg ist. Ist die Gesundheit erst mal verloren, dann nützt einem kein Konsumartikel der Welt mehr was.

 

Es freut mich sehr zu sehen, dass in der letzten Zeit bei immer mehr Menschen allmählich ein Umdenken in diesem Bereich stattfindet und immer mehr Menschen wieder Wert auf eine gesündere Ernährung legen und Interesse dafür aufbringen. Ich hoffe, dass dieser "Trend" anhält und dass mein Blog vielleicht ein wenig dazu beitragen kann :-)

 

 

 

Alles Liebe und Gesundheit!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Daphne (Freitag, 09 Dezember 2016 22:21)

    Wie wahr,auch ich lerne stetig dazu! Immer wieder interessant...