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Fit nach der Weihnachtsschlemmerei

Kennst du das auch? Über die Weihnachtsfeiertage isst man gerne mal mehr, als man eigentlich sollte. Die leckeren Plätzchen, die es schon die ganze Adventszeit über gab, tun ihr Übriges. Viel Zucker, viele tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Käse und Eier und oftmals noch Alkohol führen in unseren Körpern zur Bildung von Säuren in großen Mengen. Unsere Leber und unser Verdauungssystem arbeiten auf Hochtouren um diese ganze "Völlerei" zu verarbeiten.

Damit wir weiterhin fit bleiben ist es notwendig die entstandenen Säuren zu neutralisieren und auszuscheiden (die genauen Hintergründe zu diesem Thema könnt ihr auch hier und hier nachlesen) und unserem Verdauungssystem und unserer Leber mal wieder eine Verschnaufpause zu gönnen. Wie ich das mache, welche Rezepte ich diesmal dafür verwende und wie auch ihr das ganz leicht hinkriegt beschreibe ich in diesem Blogpost.

 

Basentag - die Ziele

Im Prinzip ist es ganz einfach: ich lege einen Basentag ein. Konkret heißt das: ich esse einen Tag lang nur Lebensmittel, bei deren Verstoffwechselung im Körper Basen entstehen (welche die Säuren neutralisieren) und sorge dafür, dass die neutralisierten Säuren ausgeschieden werden können.

 

Basentag - der Ablauf

Direkt nach dem Aufstehen trinke ich 1 großes Glas stilles (!), zimmertemperiertes (!) Wasser mit dem Saft von 1/2 Zitrone.

 

Das Frühstück nehme ich erst zu mir, wenn ich wirklich Hunger verspüre, was bei mir heute erst am späten Vormittag eingetreten ist.

 

Wichtig ist aber, gleich in der Früh anzufangen genug zu trinken - es nützt nichts, wenn man den ganzen Tag nichts trinkt und dann am Abend noch schnell versucht 2 Liter in sich hineinzupressen. Insgesamt trinke ich über den Tag verteilt 2-3 Liter stilles Wasser bzw. Kräutertee (es gibt zum Beispiel spezielle Basentees oder Detox-Tees; wichtig ist, dass es keine Früchte-, Grün-, Schwarz-, oder Rotbuschtees sind, denn diese werden nicht basisch verstoffwechselt). Das Wasser kann zum Beispiel mit einem Schuss frisch gepresstem Zitronensaft, Ingwer, Minze, Gurke oder ähnlichem versetzt werden, wenn euch pures Wasser zu langweilig sein sollte.

 

Da der Körper nicht nur über Blase und Darm Säuren ausscheidet, sondern zum Beispiel auch über die Lunge, bin ich nach dem Mittagessen an der frischen Luft spazieren gegangen. Auch leichter Sport an der frischen Luft bietet sich an, jedoch sollte man sich nicht auspowern, da das wieder zur Bildung von Säuren führt.

 

Nach dem Abendessen geht's dann ab in die Wanne. Was bei meinem Basentag nämlich auf keinen Fall fehlen darf ist ein 1-stündiges Basenbad (man kann in dieser Zeit wunderbar lesen!). Dabei werden die Säuren über die Haut ausgeschieden. Wer keine Badewanne besitzt, der kann ersatzweise ein Fußbad machen, was auch sehr effektiv ist.

 

Danach geht's ab ins Bett. Man schläft herrlich nach so einem Tag!

 

Basentag - die Rezepte

FRÜHSTÜCKSSMOOTHIE

 

Ergibt 2 Gläser:

  • 1 reife Banane
  • 1 Apfel
  • 1 Hand voll Heidelbeeren
  • 2-3 TL Erdmandelflocken (alternativ Sonnenblumenkerne oder geschroteter Leinsamen)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 EL Mandelmus oder Mandeln
  • Wasser
  • ggf. Mandelmilch

Alle Zutaten im (Hochleistungs-)Mixer zu einem Smoothie verarbeiten. Wer so ein schönes Muster wie auf dem Foto haben möchte gibt die Mandelmilch erst im Glas zu dem (ohne Mandelmilch) gemixten Smoothie und rührt ein paar Mal um.

 

 

MITTAGESSEN - Salat aus gegrillten Paprika

 

Ergibt 1 Portion:

  • 2 Paprikaschoten
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 EL Rosinen
  • Ursalz (alternativ Meersalz), frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 EL Pinienkerne

Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.

Die ganzen Paprikaschoten auf dem Rost (Mittelschiene) ca. 20 Minuten garen. Wenn die Haut Blasen wirft und sich dunkel färbt, Paprika aus dem Ofen nehmen und zugedeckt in einer Schüssel oder in einem Topf abkühlen lassen.

Paprika anstechen und den Saft auffangen. Diesen mit Zitronensaft, Olivenöl, Pfeffer, Ursalz und Rosinen vermengen und etwas ziehen lassen.

Währenddessen Paprika enthäuten, entkernen und in Streifen schneiden.

Die Pinienkerne in einer Pfanne (ohne Fett) unter Rühren anrösten.

Dressing und Paprikastreifen vermengen und mit Pinienkernen bestreuen.

Wem dieses Gericht als Mittagessen zu klein ist, der kann noch gedämpfte Kartoffeln oder wie ich gedämpfte Zucchini und Karrotte oder ähnliches (basisches!) dazuessen.

 

 

ABENDESSEN - Gebratener Radicchio mit Kartoffelpüree

 

Ergibt 1 Portion:

  • 3 große Kartoffeln
  • ca. 1/4 Liter Gemüsebrühe
  • Muskat
  • 1 mittelgroßer Radicchio, der Länge nach halbiert
  • 1 EL Olivenöl
  • Kräutersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Die Kartoffeln gar dämpfen, pellen und stampfen. Gemüsebrühe aufkochen und nach und nach unter die gestampften Kartoffeln rühren bis alles schön breiig wird (wenn man wie ich die falschen Kartoffeln verwendet, dann wird's stückig ;-).

Die Radicchiohälften in einer Pfanne in Olivenöl von jeder Seite ca. 2 Minuten (je nach Größe) dünsten, anschließend mit Pfeffer und Salz würzen und noch warm mit dem Kartoffelpüree genießen.

 

Basenbad - so einfach geht's

Leider sind (gute) Basenbadzusätze relativ teuer - allerdings auch supereffektiv, das muss man ihnen lassen! Eine günstigere Variante ist (Kaiser's) Natron. Der Unterschied besteht darin, dass bei den Basenbadmischungen außer Natron noch Mineralien enthalten sind, was die Effektivität steigert.

Egal was ihr verwendet, es muss soviel davon ins Wasser gegeben werden, dass der pH-Wert auf ca. 8,5 steigt. Messen könnt ihr das mit pH-Teststreifen, die je nach pH-Wert eine andere Farbe anzeigen.

Die Wassertemperatur sollte bei 37°C liegen, die Badedauer circa 1 Stunde (mindestens jedoch 45 Minuten) betragen. Nach Beendigung des Basenbads bitte nicht abduschen, sondern das Basenwasser auf der Haut belassen. Abtrocknen ist natürlich erlaubt ;-)

 

So, nun hoffe ich, dass ihr auch Lust auf einen Basentag bekommen habt und wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen! Wetten, dass ihr euch danach besser fühlt?! Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte und/oder weitere "basische Ideen" in den Kommentaren!

 

Eure Sabine

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Astrid (Mittwoch, 28 Dezember 2016 12:48)

    Ich habe auch das Gefühl nach der Weihnachtsschlemmerei etwas für meinen Körper tun zu müssen. Das was du beschrieben hast ist ja auch einfach umzusetzen. Danke dafür... Werde es auf jeden Fall nachmachen! LG Astrid

  • #2

    Sabine/Gemüsehimmel (Mittwoch, 28 Dezember 2016 13:09)

    Liebe Astrid,
    gerne! Eine einfache Umsetzung ist mir persönlich auch immer wichtig. Dann wünsche ich dir schon mal viel Spaß! ´Lass doch mal hören, was es bewirkt hat. Lieben Gruß zurück, Sabine

  • #3

    Victoria (Mittwoch, 28 Dezember 2016 17:15)

    Hallo! :)
    Eine tolle Idee! Den Smoothie werde ich bald ausprobieren und die Idee mit dem Chicoree finde ich auch super!! :)
    Viele Grüße!