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Apfelbrot - Gesünder durch die Weihnachtszeit Teil 1

Vor ungefähr 15 Jahren habe ich dieses Apfelbrot zum ersten Mal gegessen - und war schockverliebt! Seitdem habe ich viele Leute damit angesteckt und kenne bisher niemanden, dem es nicht schmeckt.

 

Die ursprüngliche Version war mit raffiniertem Zucker und Weißmehl. Im Zuge meiner Ernährungsumstellung habe ich diese Zutaten durch gesündere Alternativen ersetzt. Jetzt schmeckt es noch mindestens genauso gut und ist eine tolle gesündere Alternative zu herkömmlichen Plätzchen beim Adventskaffeekränzchen.

 

Statt Weißmehl verwende ich Vollkornmehl und habe gleichzeitig die Menge etwas reduziert, da Vollkornmehl mehr Flüssigkeit zieht als Weißmehl.

Den raffinierten Zucker habe ich ebenfalls mengenmäßig reduziert und ersetze ihn durch Kokosblütenzucker. Kokosblütenzucker ist eine gesündere Alternative zu raffiniertem (weißen) Zucker, aber - auch wenn die meisten es nicht hören wollen - man muss es schlichtweg sagen wie es ist:

 

Zucker bleibt Zucker. 

 

Deshalb sollte man auch gesündere Zuckeralternativen nur in Maßen anstatt in Massen konsumieren.

 

Das Apfelbrot ist also nicht als Rezept für alle Tage zu verstehen,

sondern sollte besonderen Anlässen vorbehalten sein.

 

Noch ein paar Worte zum Kokosblütenzucker: der Hauptgrund, warum ich ihn verwende, ist, dass er den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt im Vergleich zu herkömmlichem Zucker.

Bei letzterem steigt der Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit auf ein hohes Niveau, weshalb (in einem funktionierenden Körper) viel Insulin ausgeschüttet wird, denn nur durch die Insulinausschüttung kann der Zucker vom Blut in die Zellen transportiert werden. Die hohe Insulinausschüttung hat zur Folge, dass der Blutzuckerspiegel auch genauso schnell wieder absinkt.

Wenn man nun immer wieder zuckerhaltige Nahrung zu sich nimmt, dann gibt es ein permanentes Auf und Ab des Blutzuckerspiegels. Diese sogenannten "Blutzuckerspitzen" sind auf Dauer extrem ungesund, können allerhand Krankheiten nach sich ziehen und sind außerdem verantwortlich für die allseits bekannten Heißhungerattacken. Denn wenn der Blutzuckerspiegel schnell wieder absinkt, wird an das Gehirn gemeldet, dass Unterzucker droht und Zuckernachschub benötigt wird. Das äußert sich als Heißhunger.

Heißhungerattacken sind der Hauptgrund, warum der Ausstieg aus der Zuckersucht so schwierig ist. Wer also aus der Zuckersucht raus will, der beginnt am besten damit Heißhungerattacken vorzubeugen indem er Nahrung zu sich nimmt, die keine hohen Blutzuckerspitzen bewirkt.

 

Übrigens: "Raus aus der Zuckersucht" ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Grundsteine für dauerhafte Gesundheit. Wer erst einmal den Ausstieg geschafft hat, dem schmecken die überzuckerten herkömmlichen Rezepte auch einfach nicht mehr. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Ausrede "Mir schmecken aber süße Sachen halt leider nun mal so gut!" gilt also nicht ;-)

 

 

 

Zutaten für 1 (große) Kastenform:

  • 750 g Äpfel
  • 125 g Kokosblütenzucker
  • ca. 440 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Pk. Weinsteinbackpulver
  • 250 g Rosinen
  • 200 g ganze Mandeln
  • 1-2 EL Kakao
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL Nelken, gemahlen
  • ggf. 1 EL Rum

 

Und so geht's:

 

Die Äpfel waschen, entkernen, in kleine Stücke schneiden oder hobeln, mit dem Kokosblütenzucker vermischen und am besten über Nacht ziehen lassen, damit sich viel Flüssigkeit ergibt.

 

Den Backofen auf 175 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Apfel-Kokosblütenzucker-Mischung mit den restlichen Zutaten gut vermischen, in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen und ca. 50-60 Minuten lang auf mittlerer Schiene backen.

 

Lasst es euch schmecken! Wenn ihr genauso begeistert seid wie ich, dann würde ich mich sehr über einen Kommentar hier unter dem Rezept freuen. Habt eine ruhige, gemütliche und gesunde Adventszeit!

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